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- Out 5, 2021
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Vor Malta kommt die Auslosung: Luxemburg wird seinen Gegner am Donnerstag kennen
Ab kommendem September findet die fünfte Auflage der Nations League statt. Luxemburg muss sich im März gegen Malta seinen Platz in der Division C sichern. Bereits am Donnerstag (18.00 Uhr) findet die Auslosung der 2026er Ausgabe statt.
Der Blick ist nur halb nach Belgien gerichtet. In den Räumlichkeiten der Brüsseler Messe findet am Donnerstag die Auslosung der 2026er Nations League statt. Viel wichtiger ist für Luxemburg jedoch der Verbleib in der Division C. Über das Schicksal der „Roten Löwen“ wird am 26. und 31. März entschieden. An diesen beiden Tagen trifft die FLF-Auswahl in den entscheidenden Play-off-Spielen auf Malta. Der Sieger dieses Duells tritt in der kommenden Saison in der Division C an.
Luxemburg ist durch die erfolglose Nations-League-Kampagne 2024 in diese Situation gelangt. Damals sprangen in den Gruppenspielen gegen Nordirland, Bulgarien und Belarus nur drei Punkte heraus. Der letzte Platz in Gruppe C3 war die Folge. Die Konsequenzen bekommen Trainer Jeff Strasser und seine Mannschaften jetzt zu spüren.
Strasser hofft natürlich, in der kommenden Nations League wieder in der C-Division zu sein und in dieser eine möglichst machbare Gruppe zugelost zu bekommen. Es gibt nur wenige mögliche Gegner, die Luxemburg in den vergangenen Jahren noch nicht geschlagen hat. Es ist also durchaus vorstellbar, dass die FLF-Auswahl als Fast-Absteiger ein halbes Jahr später für den Gruppensieg und den Aufstieg in die Division B in Frage kommen wird.
Geht Luxemburg aus dem Duell gegen Malta als Verlierer hervor, wäre der erste Abstieg seit Gründung des Wettbewerbs besiegelt. Strasser und seine Mannschaft würden dann auf die schwächsten Nationen Europas treffen.
Die anstehende Nations League wird auch Auswirkungen auf die nationale Meisterschaft haben. Diesmal gibt es nämlich nur zwei Länderspielpausen. Die erste ist dafür sehr lang. Die vier ersten Spieltage werden zwischen dem 24. September und dem 6. Oktober ausgetragen. Die BGL Ligue würde demnach vom 20. September bis zum 11. Oktober pausieren. Die restlichen zwei Begegnungen finden wie gehabt Mitte November statt. Würde die FLF-Auswahl in der Division D antreten, müssten nur vier anstatt sechs Partien bestritten werden.
Nationaltrainer Jeff Strasser wird am Donnerstag in Brüssel anwesend sein, macht sich aktuell jedoch noch keine Gedanken über mögliche Gegner: „Nach der Auslosung, noch konkreter nach dem 31. März kann ich meine Meinung über die verschiedenen Gegner äußern.“ Strasser beginnt die Vorbereitung mit seiner Mannschaft am 23. März und hat nur zwei Tage Zeit, sein Team auf das entscheidende Duell gegen Malta vorzubereiten: „Ich werde wie immer im Vorfeld Gespräche mit den einzelnen Spielern führen, aber nach sechs Partien unter meiner Führung wissen die meisten Spieler, wie ihre Rolle innerhalb der Mannschaft aussieht“, so Strasser weiter.
Was passiert noch in Brüssel?
Noch vor der Auslosung wird der Kongress des europäischen Fußballverbandes UEFA ausgetragen. Der Umgang mit der Mega-WM, Trumps aggressiver Politik oder Infantinos fragwürdigem Gebaren steht zwar nicht auf der offiziellen Tagesordnung, auf den Fluren der Brüsseler Messe dürfte das Thema aber durchaus diskutiert werden. Zumal inzwischen selbst die einst mächtigsten Männer des Fußballs ganz unverhohlen zum Widerstand gegen Infantinos FIFA aufrufen. Nur wie positionieren sich die Europäer?
Obwohl die UEFA die WM nicht selbst organisiert, besitze sie innerhalb des Weltverbandes FIFA moralisches und politisches Gewicht, schrieben mehrere EU-Abgeordnete der Tagesschau zufolge in einem Brief an die Europäische Fußball-Union (UEFA). Daher sollten die Europäer noch einmal ihr Bekenntnis zu Menschenrechten, Inklusion und internationalen Normen betonen – auch wenn der US-Markt in Europas Top-Ligen eine hohe Attraktivität besitzt.
Es sei die „Aufgabe von Verbänden, Funktionären und politischen Akteuren“, erklärte Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Vollversammlung, in einem FAZ-Interview, „sich bei solchen Großereignissen nicht auf den Rängen als Claqueure politisch instrumentalisieren zu lassen“.
DFB-Vize Oke Göttlich, der das Thema in Deutschland befeuert und den DFB zu einem frühzeitigen „Nein“ zu einem Boykott gedrängt hatte, geht es darum, dass sich der europäische Fußball darüber klar werden müsse, „in welches Land wir in welchen Zeiten fahren und was wir dort repräsentieren wollen“. Es sei durchaus möglich, dass man in die USA reise, „hoffentlich weit kommt und für die Demokratie Fußball spielt“, sagte er im ZDF.
Nach den Diskussionen um Russland oder Katar warnt auch Stanis Elsborg von der Initiative Play the Game davor, die WM-Debatte „erneut auf eine simple Ja-oder-Nein-Frage“ zu reduzieren. Ein Fernbleiben von dem Prestigeevent sei ja nur „eine unter verschiedenen Optionen“, die die UEFA prüfen müsse, sagte der EU-Abgeordente Erik Marquardt von den Grünen.
Norwegens Verbandschefin Lise Klaveness sprach sich gegen einen „isolierten Boykott“ aus. Aber: Es sei wichtig, „dass die europäischen Länder mit einer Stimme sprechen und zusammenstehen“. Das gilt wohl auch mit Blick auf eine mögliche Rückkehr Russlands, die Infantino trotz des anhaltenden Angriffskrieges gegen die Ukraine jüngst in Aussicht gestellt und damit die UEFA indirekt unter Druck gesetzt hatte.
Auf europäischer Ebene müsste das Exko mit Watzke, das am Mittwoch tagt, über eine Aufhebung der Sanktionen entscheiden. Wie sich der DFB in den Gremien positioniert, kommentierte der Verband auf Anfrage nicht.
Dabei mehren sich die Stimmen, die die UEFA gerne als entschlossenere Opposition zur FIFA sehen würden. Dass mehrere Europäer um den DFB-Chef Neuendorf im Vorjahr den FIFA-Kongress aufgrund Infantinos verspäteter Anreise vorzeitig verlassen hatten, bezeichnete der ehemalige FIFA-Chef Joseph S. Blatter im Schweizer Tagesanzeiger nur als „Schlag ins Wasser“.
Ähnlich klang Michel Platini. UEFA-Boss Aleksander Ceferin müsse in der FIFA „präsenter sein“, um Infantino „von weiteren Dummheiten abzuhalten“, sagte der frühere Verbandschef in einem Interview mit dem Guardian: Die UEFA sei „immer wichtig“ gewesen und habe „ein Gegengewicht zu den unsinnigen Aktionen der FIFA“ gebildet. Und nun?
Tageblatt
Ab kommendem September findet die fünfte Auflage der Nations League statt. Luxemburg muss sich im März gegen Malta seinen Platz in der Division C sichern. Bereits am Donnerstag (18.00 Uhr) findet die Auslosung der 2026er Ausgabe statt.
Der Blick ist nur halb nach Belgien gerichtet. In den Räumlichkeiten der Brüsseler Messe findet am Donnerstag die Auslosung der 2026er Nations League statt. Viel wichtiger ist für Luxemburg jedoch der Verbleib in der Division C. Über das Schicksal der „Roten Löwen“ wird am 26. und 31. März entschieden. An diesen beiden Tagen trifft die FLF-Auswahl in den entscheidenden Play-off-Spielen auf Malta. Der Sieger dieses Duells tritt in der kommenden Saison in der Division C an.
Luxemburg ist durch die erfolglose Nations-League-Kampagne 2024 in diese Situation gelangt. Damals sprangen in den Gruppenspielen gegen Nordirland, Bulgarien und Belarus nur drei Punkte heraus. Der letzte Platz in Gruppe C3 war die Folge. Die Konsequenzen bekommen Trainer Jeff Strasser und seine Mannschaften jetzt zu spüren.
Strasser hofft natürlich, in der kommenden Nations League wieder in der C-Division zu sein und in dieser eine möglichst machbare Gruppe zugelost zu bekommen. Es gibt nur wenige mögliche Gegner, die Luxemburg in den vergangenen Jahren noch nicht geschlagen hat. Es ist also durchaus vorstellbar, dass die FLF-Auswahl als Fast-Absteiger ein halbes Jahr später für den Gruppensieg und den Aufstieg in die Division B in Frage kommen wird.
Geht Luxemburg aus dem Duell gegen Malta als Verlierer hervor, wäre der erste Abstieg seit Gründung des Wettbewerbs besiegelt. Strasser und seine Mannschaft würden dann auf die schwächsten Nationen Europas treffen.
Die anstehende Nations League wird auch Auswirkungen auf die nationale Meisterschaft haben. Diesmal gibt es nämlich nur zwei Länderspielpausen. Die erste ist dafür sehr lang. Die vier ersten Spieltage werden zwischen dem 24. September und dem 6. Oktober ausgetragen. Die BGL Ligue würde demnach vom 20. September bis zum 11. Oktober pausieren. Die restlichen zwei Begegnungen finden wie gehabt Mitte November statt. Würde die FLF-Auswahl in der Division D antreten, müssten nur vier anstatt sechs Partien bestritten werden.
Nationaltrainer Jeff Strasser wird am Donnerstag in Brüssel anwesend sein, macht sich aktuell jedoch noch keine Gedanken über mögliche Gegner: „Nach der Auslosung, noch konkreter nach dem 31. März kann ich meine Meinung über die verschiedenen Gegner äußern.“ Strasser beginnt die Vorbereitung mit seiner Mannschaft am 23. März und hat nur zwei Tage Zeit, sein Team auf das entscheidende Duell gegen Malta vorzubereiten: „Ich werde wie immer im Vorfeld Gespräche mit den einzelnen Spielern führen, aber nach sechs Partien unter meiner Führung wissen die meisten Spieler, wie ihre Rolle innerhalb der Mannschaft aussieht“, so Strasser weiter.
Was passiert noch in Brüssel?
Noch vor der Auslosung wird der Kongress des europäischen Fußballverbandes UEFA ausgetragen. Der Umgang mit der Mega-WM, Trumps aggressiver Politik oder Infantinos fragwürdigem Gebaren steht zwar nicht auf der offiziellen Tagesordnung, auf den Fluren der Brüsseler Messe dürfte das Thema aber durchaus diskutiert werden. Zumal inzwischen selbst die einst mächtigsten Männer des Fußballs ganz unverhohlen zum Widerstand gegen Infantinos FIFA aufrufen. Nur wie positionieren sich die Europäer?
Obwohl die UEFA die WM nicht selbst organisiert, besitze sie innerhalb des Weltverbandes FIFA moralisches und politisches Gewicht, schrieben mehrere EU-Abgeordnete der Tagesschau zufolge in einem Brief an die Europäische Fußball-Union (UEFA). Daher sollten die Europäer noch einmal ihr Bekenntnis zu Menschenrechten, Inklusion und internationalen Normen betonen – auch wenn der US-Markt in Europas Top-Ligen eine hohe Attraktivität besitzt.
Es sei die „Aufgabe von Verbänden, Funktionären und politischen Akteuren“, erklärte Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Vollversammlung, in einem FAZ-Interview, „sich bei solchen Großereignissen nicht auf den Rängen als Claqueure politisch instrumentalisieren zu lassen“.
DFB-Vize Oke Göttlich, der das Thema in Deutschland befeuert und den DFB zu einem frühzeitigen „Nein“ zu einem Boykott gedrängt hatte, geht es darum, dass sich der europäische Fußball darüber klar werden müsse, „in welches Land wir in welchen Zeiten fahren und was wir dort repräsentieren wollen“. Es sei durchaus möglich, dass man in die USA reise, „hoffentlich weit kommt und für die Demokratie Fußball spielt“, sagte er im ZDF.
Nach den Diskussionen um Russland oder Katar warnt auch Stanis Elsborg von der Initiative Play the Game davor, die WM-Debatte „erneut auf eine simple Ja-oder-Nein-Frage“ zu reduzieren. Ein Fernbleiben von dem Prestigeevent sei ja nur „eine unter verschiedenen Optionen“, die die UEFA prüfen müsse, sagte der EU-Abgeordente Erik Marquardt von den Grünen.
Norwegens Verbandschefin Lise Klaveness sprach sich gegen einen „isolierten Boykott“ aus. Aber: Es sei wichtig, „dass die europäischen Länder mit einer Stimme sprechen und zusammenstehen“. Das gilt wohl auch mit Blick auf eine mögliche Rückkehr Russlands, die Infantino trotz des anhaltenden Angriffskrieges gegen die Ukraine jüngst in Aussicht gestellt und damit die UEFA indirekt unter Druck gesetzt hatte.
Auf europäischer Ebene müsste das Exko mit Watzke, das am Mittwoch tagt, über eine Aufhebung der Sanktionen entscheiden. Wie sich der DFB in den Gremien positioniert, kommentierte der Verband auf Anfrage nicht.
Dabei mehren sich die Stimmen, die die UEFA gerne als entschlossenere Opposition zur FIFA sehen würden. Dass mehrere Europäer um den DFB-Chef Neuendorf im Vorjahr den FIFA-Kongress aufgrund Infantinos verspäteter Anreise vorzeitig verlassen hatten, bezeichnete der ehemalige FIFA-Chef Joseph S. Blatter im Schweizer Tagesanzeiger nur als „Schlag ins Wasser“.
Ähnlich klang Michel Platini. UEFA-Boss Aleksander Ceferin müsse in der FIFA „präsenter sein“, um Infantino „von weiteren Dummheiten abzuhalten“, sagte der frühere Verbandschef in einem Interview mit dem Guardian: Die UEFA sei „immer wichtig“ gewesen und habe „ein Gegengewicht zu den unsinnigen Aktionen der FIFA“ gebildet. Und nun?
Tageblatt
