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RoterTeufel

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Frust nach WM-Blamage gegen Katar:
Schweizer Kapitän bemängelt fehlende Disziplin

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Die Schweiz steht bei der WM schon früh unter Druck. Nach dem überraschenden 1:1 gegen Katar herrscht bei der Nati Ernüchterung statt Aufbruchsstimmung – und die Führungsspieler finden deutliche Worte.

Vor dem Turnier wurde die Schweiz von vielen Beobachtern als möglicher Geheimfavorit gehandelt. Nach dem Auftakt gegen den Außenseiter ist von diesen Erwartungen allerdings wenig übrig geblieben.

Besonders Granit Xhaka zeigte sich nach dem Schlusspfiff verärgert. Der Kapitän machte deutlich, dass die Mannschaft aktuell weit von ihren eigenen Ansprüchen entfernt ist. „Man kann viel reden. Jetzt müssen wir machen“, sagte der frühere Bundesliga-Profi.
Xhaka kritisiert fehlende Disziplin

Vor allem das Verhalten der Mannschaft auf dem Platz gefiel dem Mittelfeldspieler nicht. Xhaka bemängelte die Disziplin innerhalb des Teams und erklärte, man müsse nicht versuchen, alles alleine zu lösen oder sich in den Mittelpunkt zu stellen. Wen er damit konkret meinte, ließ er offen.

Besonders bitter aus Schweizer Sicht: Nach der Führung durch Breel Embolo kassierte die Mannschaft in der Nachspielzeit noch den Ausgleich durch Bassam Al-Rawi Khoukhi. Zuvor hatte die Nati bereits mehrere gute Chancen ungenutzt gelassen.

Kobel vermisst nötige Intensität

Auch Torhüter Gregor Kobel zeigte sich nach dem Remis enttäuscht. „Das ist extrem bitter und natürlich nicht der Start, den wir uns gewünscht haben. Auch wie das Spiel gelaufen ist, ist einfach sehr schade“, sagte der Schlussmann.

Vor allem ein Aspekt störte den Keeper von Borussia Dortmund: „Ich bin ein großer Fan von Intensität – und die hat uns heute komplett gefehlt.“ Zwar habe seiner Mannschaft vor dem Tor teilweise auch das nötige Glück gefehlt, dennoch sei mehr Entschlossenheit notwendig gewesen. „Wir hätten es einfach noch mehr erzwingen müssen und noch hungriger und gefährlicher sein müssen“, erklärte Kobel.

Jetzt warten die nächsten Bewährungsproben

Trotz des Fehlstarts bleibt für die Schweiz in Gruppe B alles offen. In den kommenden Partien trifft die Nati auf Kanada sowie Bosnien und Herzegowina. Die beiden Teams hatten sich bereits zuvor ebenfalls mit 1:1 getrennt. Kobel blickt deshalb nach vorne: „Wir haben jetzt zwei Spiele vor der Brust gegen zwei gute Gegner. Wir haben es noch selbst in der Hand, aber wir müssen uns jetzt schnell wieder zusammenkriegen.“

Sport Bild
 
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