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Mit einem Glas Wein:
Rockstar Rod Stewart sieht Schotten-Sieg

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Boston — 52 Jahre hat Haiti auf diesen Moment gewartet. Jetzt ist der Inselstaat zurück auf der WM-Bühne – und verpasst die nächste Überraschung nur knapp. Wenige Stunden nach dem 1:1 von Katar gegen die Schweiz verliert Haiti bei seinem WM-Comeback lediglich 0:1 gegen Schottland. Bitter für die Karibik-Kicker: In Gruppe C warten nun die nächsten schweren Aufgaben gegen Brasilien und Marokko.

Mit im haitianischen Kader steht eine echte Besonderheit: Ersatztorwart Josué Duverger (26) spielt in Deutschland in der 5. Liga. Genauer gesagt hütet er das Tor von Cosmos Koblenz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Der Keeper, der bislang sechs Länderspiele absolvierte, sagte vor dem Turnier: „Einfach etwas Unglaubliches! Es ist ein Privileg, als Oberliga-Spieler Teil des Kaders zu sein. Das ist die größte Bühne der Fußballwelt.“

Im Liga-Alltag trifft Duverger auf Mannschaften wie FC Emmelshausen-Karbach, Eisbachtaler Sportfreunde oder FC Hertha Wiesbach. Bei der WM erlebt er nun Stars wie Neymar und Achraf Hakimi aus nächster Nähe.

WM 2026: Rockstar Rod Stewart sieht Schotten-Sieg mit einem Glas Wein

Schon in der 17. Minute hätte Schottland in Führung gehen können. Scott McTominay vom SSC Neapel knallt einen flachen Rückpass aus 15 Metern an den Pfosten. Auf der Tribüne fiebert der weltbekannte Rockstar Rod Stewart (81) mit. Vor ihm scheint ein Gläschen Wein zu stehen. Der Sänger zählt zu den größten Fans der schottischen Nationalelf – und sieht in der 28. Minute das entscheidende Tor: Aston-Villa-Stürmer John McGinn trifft zum 1:0. Dabei hat er Glück: Bellegarde fälscht den Schuss aus 13 Metern mit der Fußspitze entscheidend ab.

Für Verwirrung sorgt die 38. Minute. Plötzlich verschwindet das Spiel bei ARD und MagentaTV für einige Sekunden vom Bildschirm. Zunächst bleibt der Bildschirm schwarz, anschließend erscheinen bunte Streifen und das WM-Logo. Dazu ist ein schriller Ton zu hören. Offenbar gibt es ein Problem mit dem internationalen Signal der Fifa. Kurz darauf läuft die Übertragung wieder normal weiter.

Auch Haiti-Stürmer Frantzdy Pierrot sorgt für eine bemerkenswerte Geschichte. Der Angreifer von Rizespor wurde in Haiti geboren, wuchs jedoch in den Vereinigten Staaten auf und besitzt die US-Staatsbürgerschaft. Weil er seinem Geburtsland zur ersten WM-Teilnahme seit 1974 verhalf, erklärte der US-Bundesstaat Massachusetts den 26. Mai zum „Frantzdy-Pierrot-Tag“.

In der 73. Minute hat erneut McGinn die Entscheidung auf dem Fuß, setzt seinen Schuss aus elf Metern aber knapp neben das Tor. In der Nachspielzeit bietet sich Pierrot die große Chance zum Ausgleich. Doch Schottland bringt das 1:0 über die Zeit, während Haiti bei seinem WM-Comeback ohne Punkt bleibt.

Sport Bild
 
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